Im Sudan angekommen, wurden sie herzlich empfangen. "Die Menschen in diesem Land sind so freundlich. Ich habe mich in der Hauptstadt Khartum sicher gefühlt, wir haben leckeres Essen gegessen und wunderschöne Dinge gesehen." Sie blieben mehrere Tage im Sudan und besuchten unter anderem die Pyramiden mit einem Reiseführer. "Auf dem Weg zu den Pyramiden hielten wir mitten im Nirgendwo an, um ein Picknick zu machen." Nach einer Weile sahen sie einen Jungen auf einem Esel, der ihnen entgegenkam. "Ich schätze, er war etwa 14 Jahre alt. Er hatte noch nie weiße Menschen gesehen und wollte sehen, was wir machen." Rosita ist zwar eine Filmemacherin, aber mit der Canon R6 fotografiert sie auch gerne. "Über den Guide habe ich den Jungen gefragt, ob ich ihn fotografieren darf", sagt sie. Das war kein Problem und sie schoss ihr bisher liebstes Foto. "Der Junge hat diese Pose selbst eingenommen und auch der Esel stand genau richtig. Das Foto ist ziemlich hell, aber es ist genau das Licht, das man in vielen Teilen Afrikas hat. Sehr weich, aber gleichzeitig hell, mit dem kontrastreichen Sand."
Nach dem Sudan folgten weitere Zwischenstopps in verschiedenen Ländern, und eine der letzten Stationen war Tansania. Diese Reise ermöglichte es Rosita, ihrem Freund zum ersten Mal das Land zu zeigen, in dem sie aufgewachsen ist. "Er hat es geliebt. Er versteht sehr gut, woher meine Leidenschaft für Afrika kommt." Sie sagt, dass Afrika ihr Lieblingskontinent ist, den sie bereist und fotografiert. Deshalb bewundert sie die kenianische Fotografin Mirella Ricciardi. "Sie hat mehrere Fotobücher gemacht, um die Magie Afrikas zu zeigen. Ich finde das so schön. Ich fühle mich auch stark damit verbunden.”
Natürlich lief auf dieser Reise nicht alles glatt, aber Rosita hielt auch diese Momente fest. Sie erzählt, dass in Tansania ihre Radabdeckung kaputt ging. "An dem Morgen, an dem wir den Kilimandscharo umrunden sollten, fuhr ich so enthusiastisch auf die Landebahn zu, dass ich die Kurve etwas zu eng durchfuhr und dabei meine Radabdeckung abbrach. Da dachte ich wirklich 'oh nein'." Rosita erklärte, dass sie das Flugzeug für jemand anderen nach Südafrika fliegen sollte. Mit Blei in den Schuhen rief sie den Besitzer an, aber zum Glück konnte er darüber lachen. "Er sagte, es sei kein echtes Abenteuer, wenn nicht eine Radabdeckung abgebrochen sei. Es machte ihm nichts aus." Sie erklärte, dass das Flugzeug, das sie flogen, für Abenteuer gebaut wurde. "Die Kappen über den Rädern machen das Flugzeug stromlinienförmiger, damit man schneller fliegen kann, aber sie brechen schnell ab. Irgendwann brach auch die zweite Radkappe ab", sagt Rosita und lacht. "Zum Glück dachte der Besitzer, das sei schöner und kein Problem."