Tipps zum Fotografieren der Stille
Janine van der Kooij - Vink
Mit diesen 10 Tipps fängst du die perfekte Stille im Foto ein
Möchtest du genauso beeindruckende Fotos machen wie Kamera Express-Botschafterin Claire Droppert, auf denen die Stille förmlich zu spüren ist? Dann lies dir diese 10 Tipps durch – plus einen exklusiven Tipp von Claire – und mach dich gut vorbereitet auf den Weg.
Tipp 1: Überlege dir, was Stille für dich bedeutet

Stille ist ein abstrakter Begriff, den jeder anders wahrnimmt. Das macht diese Aufgabe vielleicht etwas knifflig, weil das Thema so weit gefasst ist. Bevor du anfängst, solltest du dir überlegen, was du vor Augen hast, wenn du an Stille denkst. Nimm dir wirklich einen Moment Zeit. Schließe die Augen und „sieh“, was dir in den Sinn kommt. Wenn das klar ist, kannst du mit der konkreten Visualisierung beginnen.
Tipp 2: Nutze Hilfsmittel

Wenn es dir schwerfällt, Stille direkt einzufangen, kannst du auch mit einem Gegenstand beginnen. Denk dabei an Objekte, die visuell Stille darstellen, wie z. B. Ohrstöpsel. Du kannst auch einen beliebigen Gegenstand nehmen und dich fragen, wie du ihn mit Stille verbinden könntest. Nimm zum Beispiel eine Tasse: Fülle sie mit beruhigendem Tee und lass jemanden in den frühen Morgenstunden im Garten mit Morgentau daraus trinken. Auch das kann Stille ausstrahlen. Probiere verschiedene Dinge aus, bis du auf eine konkrete Idee kommst.
Tipp 3: Überlege dir die Komposition

Die Komposition ist wahrscheinlich der wichtigste Aspekt eines Fotos. Vor allem, wenn du Stille einfangen möchtest, ist es wichtig, die Umgebung in der Komposition zu zeigen. Wenn du dein Motiv beispielsweise aus nächster Nähe fotografierst, verschwindet die räumliche Umgebung, was die Ruhe und Stille im Bild stören kann. Überlege also gut, welche Umgebung du zeigen möchtest. Aus einem tiefen Winkel sieht man zum Beispiel mehr Himmel, wodurch dein Motiv mehr heraussticht. Ist der Himmel jedoch sehr voll mit kontrastreichen Wolken? Oder gibt es eine unruhige Hintergrundszene, die dein Motiv überlagert? Fotografiere es dann lieber aus einem anderen Blickwinkel. Geh ruhig um dein Motiv herum, um die beste Perspektive zu finden – probiere es einfach aus!
Tipp 4: Halte es simpel
Um Stille einzufangen, ist es wichtig, dass dein Motiv klar im Vordergrund steht. Weniger ist mehr! Dein Motiv sollte die volle Aufmerksamkeit bekommen und ausreichend Raum haben. Achte darauf, dass du so wenig störende Elemente wie möglich im Bild hast. Wenn du deine Komposition siehst, frag dich: Was kann ich weglassen, ohne den Effekt zu verlieren? Fordere dich heraus, mit so wenig wie möglich das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

Tipp 5: Betone Stille, indem du Lärm daneben setzt
Du kannst auch das genaue Gegenteil von Tipp 4 machen und Stille durch Kontrast sichtbar machen. Wie würdest du zum Beispiel in einem Bild von einer hektischen Einkaufsstraße Stille darstellen? Vielleicht kannst du dein Motiv isolieren oder durch Komposition, Farbe oder Form hervorheben. Wenn du Kontraste clever einsetzt, kann dies besonders „still“ wirken.
Tipp 6: Lass dich überraschen
Manchmal ist es besser, nicht zu viel zu planen – wie Claire Droppert es oft macht. Sie geht oft ohne festen Plan in die Natur und lässt sich von dem inspirieren, was ihr auf dem Weg begegnet. Manchmal setzt sie sich einfach auf eine Bank, kommt zur Ruhe und nimmt die Umgebung auf. Wenn du in solchen Momenten selbst ruhig bist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du von deiner Umgebung inspiriert wirst.

Tipp 7: Überlege, mit welchem Licht dein Motiv zur Geltung kommt
Licht ist entscheidend für ein gutes Bild. An einem bewölkten Tag kann das Licht für dein Motiv einen enormen Unterschied machen. Überlege dir, welche Wetterbedingungen du für deine Komposition haben möchtest. Wolken, Regen oder doch lieber Sonnenschein? Achte darauf, dass du bei dem passenden Wetter losziehst. Überlege auch, aus welchem Winkel das Licht am besten auf dein Motiv fällt – von hinten, von der Seite? Beobachte die sich verändernden Lichtverhältnisse, sie sind oft der Schlüssel zu einem gelungenen Foto.
Tipp 8: Verwende ein Stativ

Ein Stativ gibt dir die Möglichkeit, kreativ mit den Einstellungen deiner Kamera und der Bildkomposition zu spielen. Es ist besonders empfehlenswert, wenn du mit längeren Belichtungszeiten arbeiten möchtest. So kannst du z. B. bei Dunkelheit außergewöhnliche Fotos machen, indem du mit bewegtem Licht experimentierst. Wenn du bei Tageslicht mit einer längeren Belichtungszeit arbeiten möchtest, verwende einen ND-Filter, um eine Überbelichtung zu vermeiden. Auch ein kleines Stativ kann hilfreich sein, in Kombination mit einem Weitwinkelobjektiv, um ein ruhiges Bild zu schaffen.
Tipp 9: Spiele mit Farben

Manchmal wirkt ein Bild in Farbe ruhiger als in Schwarz-Weiß – oder umgekehrt. Deshalb lohnt es sich, mit Farben zu experimentieren. Siehst du das Bild, das du machen möchtest, eher in Farbe oder in Schwarz-Weiß? Überlege dir im Voraus, wie das Foto in beiden Varianten aussehen würde. Würdest du bei der einen oder der anderen Version eine andere Komposition wählen oder spielt das keine Rolle? Was sorgt bei deinem Foto für den stärksten Ausdruck? Lass deiner Kreativität freien Lauf!
Tipp 10: Experimentiere mit der Nachbearbeitung
Neben kleinen Korrekturen bietet diese Aufgabe auch einen guten Grund, das sogenannte Double-Exposure-Effekt auszuprobieren. Dabei kombinierst du zwei Bilder zu einem. Ein bekanntes Beispiel dafür ist ein Porträt, in das ein weiteres Bild eingebaut ist, das die Gedanken der porträtierten Person symbolisiert. Wenn du noch wenig Erfahrung mit Bildbearbeitung hast, schau dir doch mal unseren kostenlosen Kurs an!

Bonustipp von Claire Droppert: „Höre auf deine Sinne“
„Wenn du durch eine Landschaft wanderst, lass deine Sinne für dich arbeiten. Was fällt dir auf, was zieht dich an? Es kann alles Mögliche sein: ein Moment, das Licht, ein Geräusch oder natürlich die Stille. Es ist wichtig, gut zu beobachten. Schau, was dich intuitiv anzieht, und geh dem nach.“
Website: claireonline.nl Instagram: @claireonline TikTok: @claireonline

Wusstest du dass Claire seit 2023 Markenbotschafterin ist von Kamera Express? In diesem Interview erzählt sie dir mehr über ihre Leidenschaft und liefert dir noch mehr Tipps.
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Also consider which direction of light works best — front light, side light, or backlight. Observe your surroundings and take changing light conditions into account. Keep in mind that you can also enhance light in post-processing to strengthen the final result.

Tipp 10: Experimentiere mit der Bildbearbeitung
Neben grundlegenden Korrekturen bietet diese Aufgabe eine tolle Gelegenheit, mit kreativen Bearbeitungstechniken wie der Doppelbelichtung zu experimentieren. Diese Technik kombiniert zwei Bilder zu einem. Ein bekanntes Beispiel ist ein Portrait, das im Kopfbereich ein anderes Bild zeigt – und so die Gedanken des Motivs andeutet.
Wenn du noch keine Erfahrung mit der Bildbearbeitung hast, kannst du kostenlose Kurse erkunden, um den Einstieg zu finden und deine Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Bonus-Tipp von Gastjurorin Claire Droppert: „Hör auf deine Sinne"
„Wenn du durch eine Landschaft gehst, lass deine Sinne die Arbeit machen. Was zieht deine Aufmerksamkeit auf sich, was fesselt dich? Das kann alles sein: ein Moment, das Licht, ein Geräusch oder sogar die Stille selbst. Es ist wichtig, genau zu beobachten. Achte darauf, was deinen Blick ganz natürlich anzieht, und erforsche das weiter."
Website: claireonline.nl
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Wusstest du, dass Claire seit 2023 Botschafterin von Kamera Express ist? In diesem Interview teilt sie ihre Leidenschaft für die Fotografie und gibt noch mehr Tipps.
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