Astuces de photographie événementielle du photographe Jokko

Tipps für die Eventfotografie

Janine van der Kooij - Vink

Eventfotografie-Tipps von Fotograf Jokko

Du möchtest mit der Eventfotografie einsteigen? Dann lies zuerst diese neun Eventfotografie-Tipps von Jokko. Dieser flämische Eventfotograf fotografiert bei den größten Festivals, Konzerten und Firmenevents. Jokko ist Hausfotograf unter anderem von Rock Werchter, Gladiolen, Pukkelpop, Best Kept Secret und Studio Brussel. Außerdem geht er mit Bands auf Tour und hat Sommerfestivals in Italien, England, Frankreich, Spanien und den Niederlanden fotografiert.

Der Eventfotograf teilt sein Wissen und gibt neun Tipps, damit auch du mit der Eventfotografie durchstarten kannst.

Jokko

Wer ist Jokko?

Jokko arbeitete drei Jahre als Grafikdesigner in einem Architekturbüro. Eines Tages sah er auf einer Rezensionswebsite einen Aufruf für konzertfotografierende Personen und meldete sich freiwillig. Er legte los und entdeckte, wie schön es war, seine beiden Leidenschaften zu verbinden: Musik und Fotografie. Das lief so gut, dass er sich vollständig in seine Arbeit als freischaffender Fotograf stürzte. Sein erster großer Kunde war Studio Brussel. Die daraus folgenden Festivalfotos öffneten ihm weitere Türen. Die Fotos von Jokko sind farbenfroh und treffsicher. Bei uptempo Songs sind die Bilder schnell und dynamisch, bei ruhigeren Momenten sieht man das deutlich. Jokko arbeitet extrem schnell und stellt seine Fotos oft noch während des Konzerts online.

9 Tipps für die Eventfotografie

Tipp 1: Wisse, was passieren kann

„Als Eventfotograf:in hast du keine Kontrolle über das Event. Das ist schwieriger als ein Fotoshooting, bei dem du selbst Anpassungen vornehmen kannst. Versuche das Event so gut wie möglich einzuschätzen. Halte die Ohren offen. Versuche bei der Generalprobe, der Probe oder dem Briefing dabei zu sein. Tauche in das Event ein. Überlege, welche Situationen entstehen können, damit du sie antizipieren kannst. Ein Beispiel? Der Sänger der Band springt mitten im Konzert ins Publikum – und du hattest auf YouTube gesehen, dass er das schon früher gemacht hatte. Bei einem solchen Konzert bist du in alle Richtungen unterwegs. Es ist schön, eine feste Basis zu haben."

Tipp 2: Fordere dich selbst heraus

„Seien wir ehrlich: Viele Events sehen gleich aus. Nehmen wir Firmenevents. Die Gäste kommen an und trinken etwas. Jemand hält eine lange Rede, danach wird weiter getrunken. Du hältst das in Bildern fest und erhältst Fotos von Menschen im Gespräch, schöne Details, den Redner, Übersichten … Wenn du damit fertig bist, macht es Spaß, dich selbst herauszufordern und nach originellen Fotos zu suchen, die einen Unterschied machen. Lass dich gehen und sei kreativ. Es ist großartig, die Spiegelung an der Decke einzufangen oder das Event aus einem anderen Winkel zu fotografieren: von außen, durch ein Fenster. Du kannst auch auf lustige Schuhe und auffällige Details zoomen."

Tipp 3: Schau hinter dich

„Dreh dich um. Das gilt für jedes Event, von Firmenevents bis hin zu Festivals. Ein Foto einer Band ist schön, aber damit spürst du das Festival nicht wirklich. Was fühlst du, wenn du Singer-Songwriter Ed Sheeran allein auf der Bühne siehst? Was fühlst du, wenn du 60.000 Menschen ausrasten siehst? Es ist so toll, mit dem Blickwinkel zu experimentieren."

Tipp 4: Unsichtbar sein

„Du möchtest die Spontanität eines Moments nicht stören. Siehst du eine schöne Interaktion zwischen Menschen? Halt dein Objektiv nicht direkt davor. Du willst kein gestelltes Foto. Versuche, Menschen so unauffällig wie möglich aus der Distanz zu fotografieren. Menschen sind am spontansten, wenn sie es nicht merken. Sei ein verdeckt arbeitender Fotograf."

Tipp 5: Dem Betrachter ein Live-Erlebnis vermitteln

„Manchmal musst du wirklich dabei sein. Du musst das Event klar miterleben, damit jemand, der deine Fotos betrachtet, das Gefühl hat, selbst dort gewesen zu sein. Du gibst dem Betrachter ein Live-Erlebnis. Wenn jemand beim Festival auf den Händen der Menge surft, hast du zwei Möglichkeiten: Du fotografierst aus der Distanz, oder du gehst ins Publikum und versuchst, so nah wie möglich heranzukommen. Mit diesem Tipp meine ich Letzteres: Sorge dafür, dass du wirklich da bist, mittendrin, und mitmachst!"

Tipp 6: Nicht perfekt ist perfekt

„Es ist nicht schlimm, wenn ein Foto nicht perfekt belichtet oder ausgerichtet ist. Seien wir ehrlich: Lightroom ist ein fantastisches Programm, mit dem wir alles geradebiegen können. Bei einem Festival passieren oft unerwartete Dinge und du hast keine Zeit, die Kamera perfekt einzustellen. Denk bei unerwarteten Momenten nicht lange nach – geh einfach drauf. Stell dir vor, du bist auf einem Festival und siehst fünf Personen, die einen Menschenturm bauen. Dann musst du einfach auslösen, ohne zu überlegen – sonst ist der Moment vorbei."

Tipp 7: Bildvariation nutzen

„Es klingt selbstverständlich, aber es empfiehlt sich, mit verschiedenen Objektiven und Schärfentiefen zu arbeiten. Deine Bildserie bleibt durch die Vielfalt der Aufnahmen interessant. Ein Nahaufnahme einer Sängerin ist schön, aber nicht besonders. Schau, wie spannend das Bild wird, wenn du es unscharf machst und ein Detail im Hintergrund scharf zeigst."

Tipp 8: Kreativ mit dem Blitz umgehen

„Ein Event kann ganz anders aussehen, wenn du deinen Blitz mithilfe von Wireless Flash an einer anderen Position platzierst. Bewege die Kamera bei langer Verschlusszeit und erzeuge lustige Lichteffekte. Du kannst den Blitz bewusst ins Bild bringen und ihn selbst halten oder einfach einen anderen Platz als erwartet beleuchten. Solche Fotos sind überraschend und originell."

Tipp 9: Mit Doppelbelichtung und Verschlusszeit spielen

„Spiele mit Doppelbelichtung und experimentiere mit der Verschlusszeit. Bei der Doppelbelichtung nimmst du zwei Fotos auf, die deine Kamera miteinander verschmilzt. Du kannst auf diese Weise sogar drei oder mehr Fotos kombinieren. Es ist sicherlich nicht einfach, aber es lohnt sich, es auszuprobieren. Außerdem kannst du mit der Verschlusszeit experimentieren. Warum nicht unterbelichten, wenn der Hintergrund hell ist? Das ergibt spannende schwarze Konturen."

Was steckt in der Tasche?

Jokko fotografiert mit Nikon. Folgende Ausrüstung eignet sich für die Eventfotografie: